Unsere Reitlehrerin Andrea Müller

Unsere Reitlehrerin Petra Eusterbrock

Unsere Reitlehrerin Kathrin Koch

Mein Name ist Kathrin Koch und ich bin nur eine von drei Reitlehrerinnen im Verein. Ich kann auf eine 30jährige Pferderfahrung zurückblicken. Im Alter von 7 Jahren begann ich hier im Verein mit dem Voltigieren. Im Alter von 9 Jahren ging es das erste Mal auf Reiterferien. Mit 12 Jahren hatte ich meine erste Reitbeteiligung auf einer sehr temperamentvollen Arabo – Haflingerstute. Mit knapp 14 Jahren habe ich mein erstes eigenes Pferd „Bubi“ bekommen, welches mich in den ersten drei Jahren viel Kraft und Mühe kostete. Der Wallach war nahezu unreitbar und wollte nicht geritten werden. Er konnte bocken wie ein Rodeopferd und hat mich mehrmals abgeworfen. Mit viel Unterstützung durch die damaligen Reitlehrer des Vereins, haben wir uns zusammen gerauft und ich habe im Laufe der Jahre mit ihm Turniere, Wanderritte und Reitabzeichenkurse bestritten. Er hat mich durch meine Jugend begleitet und war 18 Jahre bis zu seinem Tod an meiner Seite.

Heute reite ich freizeitmäßig auf meiner kleinen Islandstute und beschäftige mich mit den weiteren Gangarten die diese Pferderasse mit sich bringt.

Hauptberuflich arbeite ich als Lehrerin an einem sonderpädagogischen Förderzentrum. An einem Nachmittag in der Woche gebe ich Reitunterricht für Kinder und Jugendliche.

Meine Zulassungsarbeit für das Staatsexamen behandelte das Thema „Heilpädagogisches Reiten und die Auswirkung auf die persönliche Entwicklung von Kindern“. Dabei begleitete ich drei Kinder im Alter von 4 – 8 Jahren über mehrere Monate und konnte beobachten wie sie sich durch den Umgang mit dem Pferd veränderten. Dabei stand niemals das Reiten an sich im Vordergrund, sondern viel mehr Freude, Spaß und die eigene Persönlichkeitsentwicklung, die spielerisch gefördert wurde. Meine Reitstunden haben weder einen therapeutischen, noch einen heilpädagogischen Ansatz. Sie sind jedoch sicherlich durch meine Erfahrungen in dem Bereich geprägt.

In meinen Stunden möchte ich den Schülern einen sicheren Umgang mit dem Pferd vermitteln. Dabei gilt es ein Bewusstsein für das Fluchttier Pferd zu schärfen und den Kindern Handwerkszeug für verschiedene Situationen mit an die Hand zu geben. In meinem Unterricht steht nicht der Leistungsgedanke im Vordergrund, sondern Spaß, Freude und der persönliche Lernzuwachs. Die Reitschüler lernen sich durchzusetzen, mehr Geduld mit sich und dem Pferd zu haben, sich in ein anderes Wesen hinein zu fühlen, Rücksicht zu nehmen. Sie lernen sich auf sich und ihr Pferd zu konzentrieren und ganz bei sich zu bleiben. Es ist egal, wenn einem anderen Reitschüler etwas besser gelingt, denn jeder hat seine Stärken und Schwächen. Es gibt gute und schlechte Tage, sowohl bei den Reitern, als auch bei den Pferden. Diese Aspekte versuche ich neben den reiterlichen Fähigkeiten zu schulen.

Ich würde sehr gerne Begeisterung für das Lebewesen Pferd an sich wecken. Dazu gehört nicht nur der Umgang mit Pferden und das Reiten, sondern auch die theoretischen Kenntnisse. Jeder Pferdemensch sollte sich nicht nur mit der Pferdepflege auskennen, sondern sich auch mit Krankheiten, ihren Symptomen, Sattel – und Boxenpflege, Pferderassen und ihre Besonderheiten, dem Sozialverhalten des Pferdes uvm. beschäftigen. Theorie muss nicht langweilig sein, es gibt tolle Bücher und ich bin gerne bereit die theoretischen Kenntnisse auch immer wieder vor Ort im Verein zu vermitteln.